REVO bLik WiFi, der neue Wecker?

Nach ein paar Überlegungen bin ich meinen Anforderungen untreu geworden und habe mir einen Wecker gekauft. Die Anpassung bestand im nun erworbenen Gerät darin, dass der REVO bLik WiFi kein iPod-Dock mehr hat. Im Gegenzug dazu aber als Internet-Radiowecker mit anderen Features aufwarten kann.

Der bLik von REVO konnte mich mit seinem einfachen Design locken und dann mit den Features überzeugen. Grundsätzlich wird das Gerät als Radiowecker verkauft, also genau mein Ding. Prinzipiell ist es ein Gerät, welches Internet-Radiosender empfängt. Das sind aktuell über 9000 Sender, aus welchen man auswählen kann. Falls das mit den Internetradio mal nicht kappen sollte, kann man Radio auch mit dem normalen FM-Empfänger hören. Um das ganze noch abzuschliessen, hat das Gerät einen so genannten M-Port, mit welchem man den iPod oder andere MP3-Player anschliessen kann um so auch diese Geräte zu nutzen.

Das Teil kostete mich bei K55 279 Franken, was zwar mehr war, als ich eigentlich auszugeben plante, aber es schien einfach zu passen. Am 10. Januar bestellt, am 11. Januar ins Büro geliefert bekommen, so wie es sein muss. Dann natürlich gleich mal auspacken und in Betrieb nehmen. Leider aber konnte der REVO im Büro über das WLAN sich nicht mit den Internet-Radiosendern verbinden, da auf der Firewall der Port 5000 geschlossen sei – so zumindest die Aussage auf dem Display des Geräts.

Also musste die Inbetriebnahme auf den Feierabend verlegt werden. Zuhause angekommen suchte ich nach meinem WLAN, gab den Schlüssel ein und konnte sofort auf die Radiosender zugreifen. Den Setup ist also wirklich einfach gewesen. Der FM-Empfänger testete ich dann auch gleich. Auch hier funktionierte alles bestens. Abschliessend holte ich noch meinen iPod mini hervor und schloss diesen an den M-Port des Geräts an. Hier zeigte sich dann auch erstmals die Stärke des eingebauten Lautsprechers. Die ersten beiden Quellen vermochten hier noch nicht so ganz überzeugen.

Kommen wir nun aber noch zu der Kehrseite des Produkts. Beginnen wir mal bei seiner Kernfunktion dem Wecken: Ich habe das Gerät also mit dem WLAN verbunden, ein paar Sender gespeichert und die Weckzeit eingestellt. Voller Vertrauen habe ich keinen Backup-Wecker – sprich Handy – gestellt. Vor dem Einschlafen hörte ich noch irgend einen japanischen Radiosender, so zum angewöhnen. Am nächsten Morgen dann das “böse erwachen”. Ich habe den Wecker extra ne halbe Stunde früher gestellt. Aber akustisch blieb das Gerät stumm. Wohlverstanden, eingeschaltet hat sich der REVO schon, aber er konnte sich nicht mehr mit meinem WLAN verbinden.

Also hab ich versucht, ihm manuell zu Helfen. Aber auch ich brachte es nicht mehr hin, dass der bLik online ging. Also begab ich mich mal zum Computer um via Browser den Status meines Routers zu prüfen. Das Ergebnis der Analyse: Der Router ist abgestürzt. Das konnte man nun dem REVO nicht ankreiden, aber ich hätte erwartet, dass er auf eine alternative Weckmethode wechseln würde, wenn das WLAN (oder das ADSL) nicht funktionieren würde. Am darauf folgenden Morgen dann aber war das WLAN funktionsbereit. Der Wecker startete, verband sich mit dem WLAN, ging online und startete den ausgewählten Internet-Radiosender. Ich war aber überrascht, dass man heute noch Wecker baut, welche gleich mit der Standardlautstärke starten. Ich war es bisher gewohnt, dass mein Wecker den Ton langsam lauter werden lies. Aber ok, wach war ich dann… und ach ja: am dritten Morgen hinderten wieder Netzwerkprobleme (diesmal aber beim REVO) ein Wecken.

Und wenn wir gleich noch bei ein paar Optimierungsmöglichkeiten wären: Ein FM-Empfänger ohne RDS ist doch etwas Rückständig, und ach ja… Bei all dem technischen Fortschritt, aber mein gut 20 Jahre alter Radiowecker hatte nie Software-Abstürzte. Der REVO konnte in den 4 Testtagen nun bereits mit 3 Abstürzten aufwarten.

Aufgrund der nun so gemachten Erfahrungen, werde ich mich auf mein Rückgaberecht berufen und das Teil wieder zurück senden. Der REVO bLik konnte an den drei Morgen einmal richtig wecken, die anderen beiden male blieb er stumm. Weiter musste ich feststellen, dass die Radiosender aus dem Internet eine für mich noch unzureichende Samplingrate haben (viele werden noch mit 44 kbps gestreamt, oben eine Ausnahme) und dass eine Abhängigkeit zu WLAN und Internet nur zu mehr Problemen führt.

Ich habe im Moment bereits den nächsten Testkandidaten vor Augen: Den noch teureren JBL on time. Der arbeitet dann wieder ohne Internetradio, dafür mit einem iPod-Dock. Mal sehen, wie der so weckt…

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